Ursachen der Demenz

Unter dem Oberbegriff Demenz werden verschiedene Formen der Demenz zusammengefasst. Da die häufigste Demenzerkrankung die Alzheimer-Demenz ist, wird in diesem Abschnitt vor allem auf diese Form der Demenz eingegangen. Die Ursachen für diese Form der Erkrankung sind trotz intensiver Forschung nicht vollständig geklärt. Es wird von multiplen Ursachen ausgegangen, wie z.B. den Erbanlagen oder Kopfverletzungen.

Veränderung der Nervenzellen im Gehirn

Im Gehirn eines Demenz-Kranken verändern sich die Nervenzellen, im Verlauf der Krankheit schrumpfen sie und Nervenzellkontakte gehen verloren. Bildlich gesprochen werden einzelne Informationen wie auf einer Festplatte unwiederbringlich gelöscht. Dies wird aber nicht sofort bemerkt, denn unser Gehirn ist trainiert, die fehlenden Informationen geschickt durch neue Verknüpfungen zu „ersetzen“.

Verringern sich die Nervenzellen massiv, führt das zu einer Veränderung der Hirnstruktur. Es tritt ein Mangel an Botenstoffen, den Neurotransmittern, auf. Die Ausfälle sind offensichtlich.

Ein Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin z. B. löst Störungen in der Gedächtnisleistung aus. Das Fehlen von Noradrenalin oder Serotonin verändert das Verhalten eines Menschen, z. B. können Depressionen oder Angstzustände entstehen.

Als Folge des Untergangs von Nervenzellen kommt es zur krankhaften Bildung von Eiweiß (Protein) und zu Ablagerungen im Gehirn. Hirngewebe, welches zuvor gesund war wird mit Amyloid-Plaques (abnorm veränderte Proteine zwischen den Zellen) und Neurofibrillen (z. B. Alzheimer-Fibrillen) durchsetzt. Innerhalb der Nervenzellen entsteht das giftige Protein A-beta-42, das den Stofftransport stoppt. Dadurch bilden sich in den Nervenzellen unlösliche Komplexe, die als Neurofibrillen identifiziert werden können. Zusätzlich schädigen die Plaques die angrenzenden Nervenzellen.

Bild: Nervenzellen im Gehirn
gesund
krank


Über ein Computertomogramm (CT) lässt sich die Reduzierung des gesunden Hirngewebes (Atrophie) auch bildlich darstellen.

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