Empfehlungen für alltäglichen Umgang

Die folgenden Empfehlungen können dabei helfen, den Umgang mit einem Demenzkranken zu erleichtern:

Allgemeine Empfehlungen

  • Nehmen Sie eine positive Sichtweise ein. Seien Sie geduldig.
  • Interpretieren Sie Gefühlsschwankungen nicht als Bösartigkeit. Versuchen Sie nicht den Betroffenen zu ändern und zu „erziehen“. Streiten Sie nicht!
  • Sprechen Sie in einfachen, kurzen Sätzen. Sprechen Sie langsam, aber ruhig, deutlich und bestimmt.
  • Lassen Sie dem Betroffenen Zeit zu reagieren und wiederholen Sie wichtige Informationen nach Bedarf. Verwenden Sie dabei möglichst dieselben Schlüsselworte.
  • Reden Sie über die Vergangenheit und über besonders schöne gemeinsame Erlebnisse. Achten Sie dabei auf die Körpersprache und nehmen Sie sich Zeit zum Zuhören. Demente wollen und sollen ihre Gefühle äußern können. Verbalisierte Gefühle belasten weniger.
  • Nehmen Sie den Betroffenen in den Arm und zeigen Sie körperliche Nähe.
  • Erwerben Sie Wissen über die Krankheit, um sich auf deren Verlauf einzustellen.
  • Integrieren Sie den Betroffenen, z. B. wenn Sie sich mit Freunden treffen.
  • Informieren Sie Nachbarn und Freunde über die Krankheit.

Empfehlungen zur Gestaltung der Umgebung

Bild: Tipps - Uhr
  • Sorgen Sie für einen gleichbleibenden aber flexiblen Tagesablauf. Eine klare Struktur, einfache Regeln schaffen Sicherheit und Geborgenheit.
  • Uhr, Kalender und Orientierungstafeln in den Lebensräumen helfen, die Orientierung möglichst lange zu erhalten.
  • Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung zur Orientierung.
  • Achten Sie auf die Sicherung von Gas- und Elektrogeräten, auf bequeme, einfach anzuziehende Kleidung und beseitigen Sie Stolperfallen.
  • Wenn ihr Angehöriger Orientierungsschwierigkeiten hat und dazu neigt, die Wohnung zu verlassen, ist ein Armband oder Zettel mit Name und Adresse hilfreich. Halten Sie für alle Fälle ein aktuelles Foto bereit.
  • Nehmen Sie Veränderungen (z. B. Pflegewechsel) so langsam wie möglich vor.
  • Vermeiden Sie Überforderungen z. B. durch Lärm oder Gedränge.

Empfehlungen zur Pflege

  • Lassen Sie den Betroffenen diejenigen Dinge tun, die er noch selbstständig erledigen kann. Nehmen Sie ihm nicht zu viele Aufgaben ab.
  • Loben Sie den Betroffenen für jede Tätigkeit, die er selber verrichtet mit Worten, durch Berührung oder Lächeln.
  • Stärken Sie das Selbstwertgefühl des Betroffenen. Geben Sie Impulse zu einfachen Tätigkeiten, indem Sie Handlungsanreize vorbereiten. Knüpfen Sie an gewohnte Handlungsmuster an.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Betroffene regelmäßig seine Medikamente einnimmt.
  • Stellen Sie sicher, dass der Betroffene ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt (mind. 1,5 l Wasser pro Tag).
  • Tägliche leichte körperliche Belastungen wie Gymnastik oder Spazierengehen erhalten die körperliche Mobilität.
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Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.