Die Alzheimer-Demenz

Etwa 70 Prozent der Demenz-Kranken leiden unter der Alzheimer-Demenz. Diese Erkrankung wurde nach seinem Entdecker, dem Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer benannt. Sie tritt insbesondere nach dem 60. Lebensjahr auf. Die genaue Ursache ist noch ungeklärt, man weiß jedoch, dass die Gedächtnisstörungen durch die langsame Reduzierung von Nervenzellen ausgelöst werden.

Symptome der Alzheimer-Demenz

Die Ausprägung und Anzahl der Krankheitssymptome ist abhängig vom Krankheitsstadium und dem individuellen Verlauf der Krankheit. Eine Vielzahl der Patienten leiden unter Störungen des Gedächtnisses. Dies äußert sich in alltäglichen Situationen, z. B. beim Rechnen, einem eingeschränkten Erinnerungsvermögen und einer veränderten Wahrnehmung.

Mit zunehmendem Verlauf der Krankheit hat der Betroffene Schwierigkeiten bei der Orientierung, er verliert langsam die Fähigkeit, sich zu artikulieren und verändert seine Persönlichkeit. Zudem verändert er sein Verhalten und leidet unter Angstzuständen und Verstimmungen.

Alzheimer-Demenz: eine schleichende Krankheit

Die Krankheit verläuft schleichend und die Symptome verändern sich im Verlauf der Krankheit. Die Alzheimer-Demenz kann in drei Stadien unterteilt werden: das frühe, mittlere und fortgeschrittene Krankheitsstadium.

Frühes Krankheitsstadium

Im frühen Krankheitsstadium bemerkt der Betroffene bzw. dessen Angehörige erste Gedächtnisstörungen. Der Betroffene hat Lücken in seinem Erinnerungsvermögen, er kann sich an zurückliegende Ereignisse nicht mehr erinnern.

Angehörige, aber auch der Betroffene selbst spüren, dass sich seine kognitive Leistungsfähigkeit verändert. Alltägliche Situationen, wie z. B. das Ausfüllen von Formularen, fallen schwerer. In der frühen Krankheitsphase werden die Einschränkungen im Alltag häufig auf das hohe Alter geschoben, ein Besuch beim Arzt wird nicht in Erwägung gezogen. Auch Angehörige erkennen die Demenz-Symptome oft nicht als mögliche Krankheit.

Falls Sie an sich selbst eine Veränderung merken, raten wir dazu, den Arzt Ihres Vertrauens aufzusuchen und ihm die Symptome zu schildern. Er kann Ihren Gesundheitszustand richtig einschätzen und eine Diagnose stellen.

Mittleres Krankheitsstadium

In diesem Krankheitsstadium wird in den meisten Fällen die Krankheit diagnostiziert. Die Beschwerden gehen über Gedächtnisstörungen hinaus. Der Betroffene hat Probleme, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Er ist auf fremde Hilfe angewiesen, z. B. beim Einkaufen, Kochen oder bei der Körperpflege.

Mit zunehmendem Verlauf der Krankheit weiten sich die Gedächtnisstörungen auch auf länger zurückliegende Ereignisse aus. Der Betroffene kann sich nicht mehr erinnern, er verliert langsam das Gefühl für Raum und Zeit und hat Schwierigkeiten, sich verbal auszudrücken.

Die Probleme, die sich durch die Krankheit ergeben, belasten besonders die Angehörigen. Der Betroffene zieht sich immer mehr zurück. Erschwerend kommt hinzu, dass der Betroffene selbst oftmals nicht das Gefühl hat, dass er krank ist. Er empfindet keinen Leidensdruck, eine besonders belastende Situation für Angehörige. Medizinisch wird dieses Phänomen Anosognosie genannt.
In dieser Situation hilft es nicht, dem Demenz-Kranken Vorwürfe zu machen oder an seinen Willen zu appellieren. Die Angehörigen müssen lernen, mit der veränderten Situation umzugehen und sich auf die Krankheit und die neuen Umstände einzulassen.

Fortgeschrittenes Krankheitsstadium

Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium baut der Betroffene körperlich und geistig weiter ab. Er verliert die Kontrolle über Körperfunktionen, z. B. kann er unter Darm- und Blaseninkontinenz leiden.
In diesem Stadium ist der Betroffene auf fremde Hilfe angewiesen und muss gepflegt werden. Er benötigt eine Betreuung rund um die Uhr, also während des Tages und auch in der Nacht.

Weitere Themen aus dem Bereich Neurologie und Psychiatrie
Thema: ADHS / ADSADHS / ADS Thema: AngstAngst Thema: DepressionDepression Thema: EpilepsieEpilepsie ParkinsonParkinson Thema: SchizophrenieSchizophrenie

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.